| | LESSINI DURELLO DOC Lessini Durello DOC:
Das 1987 gegründete Konsorzium Doc Lessini Durello beschäftigt sich mit der Produktion von Still- und Schaumweißweine, die auf dem Hügelland zwischen Verona und Vicenza bzw. im Gebiet der Lessinia hergestellt werden. Die Produktion von Durello betrifft die Gemeinden Vestenanova, San Giovanni Ilarione, Montecchio di Crosara Roncà, Cazzano di Tramigna, Tregnago und Badia Calavena auf der veroneser Seite und Arzignano, Castelgomberto, Chiampo, Brogliano, Gambugliano, Trissino, Carnedo, Costabissara, Gambellara, Isola Vicentina, Malo, Marano Vicentino, Monte di Malo, Montebello, Montecchio Maggiore, Montorso, Nogarole, S.Vito di Leguzzano, Schio und Zermeghedo auf der Seite von Vicenza.
Historische Hinweise Herzstück vom Doc-Konsortium ist der DURELLO (In der Umgangsprache auch "Durella" genannt), ein Rebstock autochthonen Urprungs, dessen vorgeschichtliche Anwesenheit auf dem o.g. Gebiet dadurch bewiesen wird, daß in Vestenanova/Bolca Rebenfossilien (die Vorfahren von der heutigen vitis vinifera) entdeckt wurden. Der historische Nachweis seiner Gegenwart geht auf das 18. Jahrhundert zurück, wenn man das alte um 1750 von Wissenschaftlern wie Alcanti und Maccà gennante "Rebhuhnauge" für den Durello hält. Einige sind allerdings der Meinung, daß der heutige Durello mit der im Statut der Gemeinde Costozza (verfaßt 1292) genannten "durasena" übereinstimmen würde. Zu jüngsten Zeiten wird auf die Verbreitung vom Rebstock Durello im heutigen Anbaugebiet von Historikern wie dem Graf Giulio von Schio hingewiesen, der den Durello als einen auf den Hügeln um Arzignano verbreiteten "zuckerhaltige Trauben" hervorbringenden Weinstock beschreibt. Ampelographische Anmerkungen Der Durello ist ein kräftiger krankheitsbeständiger Rebstock, der sich auch an den Lehm-Kalkboden vulkanischen Ursprungs problemlos anpasst. Die Traube ist mittelgroß, pyramidenförmig und dicht. Oft ist sie mit einem Flügel versehen. Die Haut der Beere ist dick, hart (hart heißt auf Italienisch "duro": daraus wahrscheinlich der Name "durello") und tanninhaltig. Außer in der Lessinia ist die Rebsorte Durello bzw. Durella in kleinen Prozentanteilen auch auf den Hügeln bei Pontremoli in der Alta Lunigiana zu finden. Sein Anbau wird übrigens auch in der Region um Massa Carrara empfohlen, und er spielt bei dem Weinerzeugungsverfahren der Igt im Magratal eine Rolle. Die Durello Weine der Lessinia Dank dem hohen Prozentanteil an Apfelsäure und der Gesamtsäure ist der Durello für die Herstellung von Schaumweinen (sowohl durch das klassische Flaschengärungsverfahren als auch durch die sogenannte Charmat-Methode) besonders gut geeignet. Das hat dazu geführt, daß ein großer Teil des Durello besonders in den vorigen Jahrzehnten für die lokale Herstellung von Sektweinen nach Deutschland exportiert wurde. Die aus dem Durello hergestellten Weine sind frisch, lebhaft, trocken, angenehm herb, kräftig, und als Aperitif sehr gut geeignet (wobei auch stille und Likörweine in der Region sehr gut vertreten sind). Man empfiehlt die Begleitung solcher Weine insbesondere zu einigen typischen Gerichten der regionalen Küche Venetiens: als allererstes zum baccalà (getrocknetem Dorsch) auf der Art von Vicenza, aber auch zu Meervorspeisen, Austern und Bachforelle. Andererseits sind Schaumweine sehr gut zu Eierkuchen mit Spargeln und Wildkräutern sowie zu Crêpes mit Gemüsen und Käse, während die stillen Weißweine eher zu den corgnoi (Schnecken) und zur Aal von Comacchio geeignet sind. Die heutige Gesetzgebung sieht vor, daß die Doc Weine (Weine geprüfter Herkunft) einen Mindestprozentanteil in Höhe von 85% Durello-Trauben und einen Höchstprozentanteil von 15% anderer Traubensorten (Garganega, Trebbiano di Soave bzw.lokalen Soave, Pinot weiß, Pinot dunkel und Chardonnay). Das Anbaugebiet beträgt eine Fläche von ca. 530 Hektaren. Jährich werden etwa 85000 Quintal Trauben erzeugt. Die Weinbaubetriebe sind ca. 500, während die Weinabfüllung in Flaschen zirka 10 Betriebe beschäftigt. TOP |